Warum Drachenkraft?

Ich beschäftige mich schon lange Zeit mit diesen wundervollen Wesen. Sie sind mir oft während der energetischen Arbeit begegnet, und so manches Mal haben sie mich dabei auch tatkräftig unterstützt. Schon seit Kindesbeinen an war mir klar, dass die Sagen und Erzählungen über böse Drachen nicht so ganz stimmig sind. Auf sehr alten Darstellungen ist denn auch ein anderes Bild zu erkennen: Der Erzengel Michael führt den Drachen, er wird weder verletzt noch getötet. Genau das macht auch Sinn. Denn die Drachenkraft schlummert in jedem von uns, sie will erkannt, erlöst und zum Guten genutzt sein. Es gibt einen alten Spruch: In jedem Drachen steckt eine schlummernde Prinzessin / ein schlummernder Prinz. Da ist Wachküssen angesagt...

Mir ist vor Jahren durch ein Puppentheater eine sehr schöne Drachengeschichte zu Gesicht gekommen, die wunderbar zu der eben genannten Sicht passt:

Der Held muß sich auf die Suche nach der Quelle der Wärme begeben, denn in seinem Land ist tiefe Kälte eingezogen. Es gibt nur einen Weg, das Land seiner angebeteten Prinzessin aus der Eisesstarre aufzutauen: Ein Funken Drachenfeuer! Nur damit ist es möglich, dass in seinem Land wieder Herzenswärme unter dem Volk ist. Die Menschen dort sind nämlich vor Gefühlsstarre total vereist.
Der Weg zur Drachenhöhle ist reich an Abenteuern. Unterwegs trifft er auf einen Drachenkämpfer, der versucht, dem Helden die Kunst des Drachenkampfs zu lehren. Denn so ein Drache ist ja bekanntlich groß, wild und eine tödliche Gefahr...
Später, nach einer langen Reise, erreicht der Held die Drachenhöhle. Der Drache scheint zu schlafen, doch noch zögert der Held. Kann er seine Aufgabe wirklich schaffen? Plötzlich sieht er Dampf aus der Höhle strömen, und ein Drachenritter stürzt voller Angst daraus hervor. Dem Held rutscht das Herz in die Hose, denn der Ritter rief ihm flüchtend zu, wie stark und riesig der Drache sei.
Doch sein Volk und sein Versprechen gegenüber der Prinzessin geben ihm noch einmal Mut. Der Held betritt die Höhle des Drachen.
Da liegt er, groß und faszinierend. Mit einem Auge blinzelt er den neuen Eindringling an. Der Held zückt sein Schwert, doch schon bei der ersten leichten Bewegung des Drachen fällt es ihm aus der Hand. Zwischen den beiden entspannt sich ein kurzer Dialog. Und plötzlich wird klar: Nur wenn es gelingt den Drachen zu erfreuen und zum Lachen zu bringen, kann man ein kleines Stückchen Drachenfeuer erhalten. Kampf jedoch erzürnt den Drachen und ist sinnlos.
Es gelingt dem Helden schließlich den Drachen zu erfreuen. So kann er schließlich mit einer Hand voll Drachenfeuer zurück in seine Heimat ziehen. Sein Land taut aus der eisigen Starre wieder auf, denn das Feuer des Drachen erwärmt nun die Herzen aller. Der Held gewinnt das Herz der Prinzessin, und wenn sie nicht gestorben sind...

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